Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit Hessen

In Hessen machen sich viele Initiativen und Organisationen für die Väterarbeit stark. Meist lokal oder regional aktiv, bieten sie Vätern und Familien Orientierung und Unterstützung und nehmen Einfluss auf politische Prozesse. Um gemeinsam mehr Wirkung zu entfalten, hat sich auf Initiative der hessenstiftung – familie hat zukunft am Donnerstag den 22. August 2018 in Frankfurt am Main eine landesweite Arbeitsgemeinschaft gegründet.

Väterpolitik als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe
Die Landesarbeitsgemeinschaft Väterarbeit in Hessen versteht sich als Interessensverbund von Initiativen und Organisationen vor Ort und als Schnittstelle zu den politischen Entscheidern. Gemeinsam wollen die Mitglieder erreichen, dass Väterpolitik stärker als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe wahrgenommen wird. Laut Satzung möchte die Landesarbeitsgemeinschaft insbesondere in den Bereichen Familien- und Gleichstellungspolitik, Bildungs-, Rechts-, Arbeits- und Sozialpolitik aktiv werden.

Gleichstellung von Vätern und Müttern
Als Ziel nennt die Arbeitsgemeinschaft, dass Vaterschaft ein anerkannter gesellschaftlicher Wert und die Gleichstellung von Vätern und Müttern selbstverständlich werden. Politische Akteure sollen Väter ermutigen und unterstützen, sich von der alleinigen Funktion als Ernährer zu verabschieden und ihrer sozialen Funktion die Familie mehr Raum zu geben.

Für die Praxis will die Landesarbeitsgemeinschaft gelungene Beispiele von Väterarbeit austauschen und den Wissenstransfer über die Trägerorganisationen fördern. Dazu zählen funktionierende und vätertaugliche Orte und Möglichkeiten zur Vernetzung und zum Austausch der Väter über ihre familiären und beruflichen Pläne. Als Interessensverbund setzt sich die Landesarbeitsgemeinschaft für eine väterbewusste Familienpolitik und Unternehmenskultur ein, die es Vätern ermöglicht, Beruf und Vaterschaft nach dem jeweils bevorzugten Modell zu gestalten.

Wahlprüfsteine zur Hessischen Landtagswahl am 28.10.2018
Der Vorstand hat die Fraktionen des Hessischen Landtags um Antworten auf folgende Fragen gebeten.
1. Woran merken Väter, dass sie mit Ihrer Partei eine gute Wahl getroffen haben?
2. In die Hessische Verfassung soll der Gleichheitsgrundsatz aufgenommen werden. Welche väterpolitischen Konsequenzen wollen Sie aus der Gleichberechtigung in der Verfassung ziehen?
3. Welche Rollen und Bedeutung hat der Vater aus Ihrer Sicht in der Familie?
4. Wie wollen Sie zukünftig die Väterarbeit in Hessen nachhaltig fördern und begleiten?
5. Wie wollen Sie es Vätern ermöglichen, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser zu leben, um mehr Zeit und Fürsorgearbeit in der Familie zu haben?
6. Wie wollen Sie väterliche Fürsorge auch nach einer Trennung oder Scheidung sicherstellen?
7. Mit welcher Form der Zusammenarbeit können wir als LAG Väterarbeit nach der Wahl rechnen?
Die Antworten der Fraktionen werden unter Downloads in der Reihenfolge des Eingangs veröffentlicht.

Vorstand

Im Rahmen der Gründungsveranstaltung wählten die Mitglieder den Vorstand für die nächsten drei Jahre.
• Erster Vorsitzender: Dr. Ulrich Kuther (hessenstiftung - familie hat zukunft)
• Stellvertretender Vorsitzender: Stefan Sigel-Schönig (Männerarbeit Ev. Kirche Kurhessen-Waldeck)
• Beisitzer: Alexander Miksch (Mütterzentrum Fulda)
• Beisitzer: Uli Severin (Väteraufbruch für Kinder, Marburg)
• Beisitzer: Alexandros Stathopoulos (Verband binationaler Familien und Partnerschaften iaf e.V.).

Gründungsmitglieder

Deutscher Kinderschutzbund Landesverband Hessen e.V.
Eltern helfen Eltern e.V.
Evangelische Familien-Bildungsstätte Marburg
hessenstiftung - familie hat zukunft
Lernmobil Viernheim e.V.
Männerarbeit der Ev. Kirche Kurhessen-Waldeck
Männernetzwerk Hessen e.V.
Mütterzentrum Fulda e.V.
Paritätisches Bildungswerk Bundesverband e.V.
Väteraufbruch für Kinder Frankfurt e.V.
Väteraufbruch für Kinder Marburg  e.V.
Väteraufbruch für Kinder Wiesbaden e.V.
Verband binationaler Familien und Partnerschaften, iaf e.V.

Jürgen Bambusek
Joachim Lask
Dr. Hans Prömper
Dr. Robert Richter
Dr. Harald Seehausen