Studieren und Forschen mit Kind
Modellprojekt
Zeitraum: 2004 - 2009
Kooperationspartner:
Universität Gießen
Ziel: Vereinbarkeit von Elternschaft und Studium fördern. Der Kinderlosigkeit von Akademikerinnen und Akademikern entgegenwirken.
Anlass für das Projekt ist die Tatsache der hohen Kinderlosigkeit von Akademikerinnen und Akademikern und der Folgen dieser demographischen Entwicklung für die Gesellschaft. Häufig stellt sich die Frage nach dem „richtigen" Zeitpunkt für Nachwuchs, wenn Eltern Familie und Beruf vereinbaren wollen.
Hier setzt das Projekt gezielt bei der Elternschaft im Studium als einer der Optionen an. Das Modellprojekt nimmt u.a. Studienorganisation, Wohnbedingungen und Betreuungsstrukturen für studierende Eltern in den Blick, identifiziert mögliche Stellschrauben und erprobt passgerechte, mit Allianzpartnern koordinierte, Maßnahmen.
Am 2. November 2005 fand die erste Tagung zum Modellprojekt unter dem Titel "Hochschule und Kind? Ja, klar!" in der Justus-Liebig-Universität Gießen statt. Bei der Veranstaltung wurden erste Ergebnisse der Längsschnittstudie vorgestellt, wie sie sich nach den ersten Experten- und Studierendeninterviews darstellen.
Die Ergebnisse der Studie betreffen sechs Handlungsfelder: Studienorganisation, Kinderbetreuung, Finanz- und Wohnsituation, Information und Beratung, Hochschulpolitik und Übergang in die Erwerbstätigkeit.
Im Verlauf der Studie reifte die Erkenntnis, dass es einer weiteren Untersuchung bedarf: Wie gestaltet sich der Berufseinstieg von Hochschulabsolventinnen mit Kind unter Berücksichtigung der individuellen Lebenssituation und wie sind die Reaktionen der Arbeitgeber auf die Mutterschaft der Berufseinsteigerinnen? Daher wurden 2009, wieder im Auftrag der Hessenstiftung, sieben Mütter aus der Stichprobe der studierenden Eltern, mit Studienabschluss in den Jahren 2007 bis 2008, ein drittes Mal befragt. Auf Basis der dabei gewonnen Erkenntnisse soll nach einer vergleichenden Analyse der Lebensverläufe die Frage diskutiert werden, ob eine Familiengründung vor oder während des Studiums zur Entspannung der Lebens- und Familienplanung von Akademikerinnen beitragen kann.
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