Familie und Beruf - Väter

Plakatausstellung "Neue Väter"

Wanderausstellung zur Ausleihe

 

Zeitraum: seit 2009

Kooperationspartner:
LBS Hessen -Thüringen

Ziel: Werbung für ein erweitertes Rollenverständnis von Vätern und Initiierung von Väterprojekten.

 

Stationen der Ausstellung

Hochschule Hauptgebäude, Wileystr. 1, 89231 Neu-Ulm vom 30.05. - 24.06.2016 
Familien-Bildungsstätte Ulm e.V., Sattlergasse 6, 89073 Ulm vom 10.10. - 07.11.2016

 

Bilder der Ausstellung

Die Nutzungsrechte an den nachstehend gezeigten zehn Bildern liegen gem. § 31 Abs. 1 UrhG bei der hessenstiftung – familie hat zukunft. Download, Nachdruck und weitere Verwendung sind nur mit ausdrücklicher Genehmigung durch die Hessenstiftung erlaubt.

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Katharina Elert

Ich beabsichtige die väterliche Beteiligung an der Erziehung schmackhafter zu gestalten, indem ich auf humorvoller Basis eine Brücke zwischen männlichem Interesse und Kind aufzubauen versuche.

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Angela Kreß

Ein ähnliches Bild ist bereits bekannt. Der Evolutionslauf, der am Ende wieder in gebückter Haltung vor dem Computer endet. Ich finde die Idee sehr gut, sie hat mich schließlich auch inspiriert, jedoch finde ich es schade, dass sie in gewissem Maße einen Rückschritt darstellt. Das will ich nicht. Mein Plakatentwurf soll einen Fortschritt darstellen. Da mir die Möglichkeit, Affen und Vorläufer des heutigen Homo sapiens zu fotografieren, leider verwährt blieb, musste ich es zeichnen.

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Pascal Rudolph und Julian Knappe

Der Grundgedanke des Entwurfs liegt darin, dass der Wandel vom „alten“ Väterbild zu dem der „neuen Väter“ visuell dargestellt werden soll. Es wurde versucht, eine Kernaussage zum Begriff „neue Väter“ zu fassen: Mehr Zeit mit Familie und vor allem mit Kindern zu verbringen, statt sich auf die berufliche Karriere zu konzentrieren. Der Slogan („Neue Werte - Neue Erfahrungen - Neue Väter“) reißt den Begriff „neue Väter“ und das, wofür er steht, kurz an, um den Betrachter auf die Thematik einzustimmen. Die Kombination von Slogan und Bildmotiv stellt die Auflösung dar. Bei der Gestaltung wurde die Symbolik des „neuen Anstrichs“ benutzt. Das alte Väterbild (Ernährer, Fokus auf Beruf und Karriere) wird mit dem neuen Väterbild „überstrichen“. Das alte Väterbild ist im Stil einer alten verblassten Fotografie gehalten, das neue Väterbild dagegen ist klar und vierfarbig. Der Appell geht an den Betrachter, seine Einstellung zu „renovieren“.

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Alexander Scheinert

Ausgangspunkt war das Spannungsfeld von Beruf und Familie. Junge Väter, die beides vereinbaren wollen, können sich als zerrissen erleben. Diese Zerrissenheit für aktive Väter bringt der Slogan „Zwischen Laptop und Wickeltisch“ zum Ausdruck. Auch das Bild zeigt einen zweigeteilten Mann. Auf der einen Seite ist er Business-Mann im Anzug, auf der anderen Seite trägt er eine Weste als Homedress mit Spucktuch über dem Arm. Das Baby auf seinen Armen verbindet beide Hälften, Familie und Beruf.

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Anja Adamski

Mit diesem Plakat soll den Männern gezeigt werden, worauf sie wirklich stolz sein können. Es soll ihnen bewusst werden, dass nicht nur materielle Dinge oder ein guter Job erforderlich sind, um glücklich zu sein. Zeit mit seinem Kind zu verbringen, ist ebenfalls eine sehr gute Investition - für sich selber und für das eigene Kind. Diese Beziehung muss man pflegen und man(n) kann stolz sein, wunderschöne Erlebnisse mit seinem Kind zu haben und diese Geschichten der Außenwelt zu erzählen. Sei nicht stolz auf ein Haus, ein Auto oder Geld, sei stolz auf Dein Kind!

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Uda Albrecht

Von jungen Vätern wird heute mehr erwartet, als nur Windeln zu wechseln und den Müll raus zu bringen – sie stehen in ihrer Rolle als „neuer Vater“ einer Vielzahl von neuen Herausforderungen gegenüber: Sie müssen nicht nur weiterhin im Beruf, sondern auch in der Familie ihren Mann stehen. Da gehören Babyversorgung und Haushaltstätigkeiten selbstverständlich dazu! Das Plakatmotiv macht auf diese Vielfalt der Herausforderungen spielerisch aufmerksam – es zeigt den „neuen Vater“ als ein neues Modell, das man immer wieder für neue Aktivitäten aus- und aufrüsten kann. Ziel des Motivs ist, dass vor allem Väter angeregt werden, sich mit dem neuen Rollenverständnis auseinander zu setzen. Da kann eine Headline in Anlehnung an die Ankündigung eines neuen Automodells vielleicht helfen?! Alles natürlich mit einem leichten Augenzwinkern, denn Familienleben soll schließlich allen Beteiligten Spaß bringen!

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Kim Asendorf

Die Grundidee war es, die Emanzipation des Mannes in der Kindererziehung darzustellen. Ich habe einen Slogan gesucht, der erst einmal nicht ungewöhnlich ist, sondern etwas Klischeehaftes hat: „PAPA FÄHRT“. Dazu habe ich dann das Bild des Kinderwagens aus den deutschen Verkehrszeichen als überspitzte Männerversion gebaut.

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Maria Blum

Mit meinem Plakatentwurf wollte ich verdeutlichen, dass die Erziehung eines Kindes nicht nur Arbeit und Pflichten mit sich bringt, sondern auch Spaß macht. Väter sollen darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie etwas verpassen, wenn sie ihr Kind nicht aktiv mit aufziehen. Denn die Entwicklung eines Kindes beinhaltet stets neue und spannende Erlebnisse, die den Alltag nie langweilig werden lassen.

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Marlen Benkner

Primär habe ich mit dem Klischee, dass Männer (im Gegensatz zu Frauen) nicht multitaskingfähig seien, gespielt. Dies wird im Bild durch die Darstellung des gleichzeitigen Kochens, Telefonierens (zudem mit Babybeißring im Mund) und Haltens des Babys ausgedrückt. Außerdem, habe ich den Vater bewusst in der Küche, mit Kochschürze ausgestattet, dargestellt. Diese Rolle wird ja „normalerweise“ den Müttern zugeteilt, wobei der Vater die „Brötchen der Familie verdient“... Das Plakat soll ausdrücken, dass Vater und Kind von heute problemlos im Alltag zurecht kommen, dabei Spaß haben und Männer/Väter nicht ausschließlich auf ihre Rolle als „Ernährer der Familie“ reduziert werden müssen. Denn nicht umsonst steigt in Deutschland die Zahl der Männer, welche Elternzeit in Anspruch nehmen, während die Mutter wieder arbeiten geht oder die Eltern sich die Elternzeit aufteilen...

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Ferdinand-Braun-Schule, Berufliches Gymnasium Fulda

Die Schüler versuchten, sich in die Kinderwelt zu versetzen. Dabei wollten sie darstellen, wie Kinder ihren Vater erleben, der seine Zeit mit ihnen verbringt. Sie werden ein Team: „Wir – find’ ich cool!“ Die Kinderperspektive wird auf der Bildebene deutlich, indem die Schüler den Malstil von kleinen Kindern nachahmen mit bunten Farben und Umrandungen.

 

Die Jury

Aus über 40 Bewerbungen von Nachwuchsgrafikern hat die Jury die zehn Plakate ausgewählt, die in der Ausstellung "Neue Väter" zusammengefasst sind.

 

  • Michael Apitz, Dipl.-Designer, Künstler, Grafiker u.a. Lehrauftrag für Karikatur an der FH Wiesbaden, Zeichner der Comicserie „Karl“.
  • Jörg Bombach,  Wellenleiter von hr3, moderiert u.a. „pop&weck - die Bombi-Show“ und im Hessenfernsehen „Das Große Hessenquiz“.
  • Gerd Brünig, Mitgründer und Gesellschafter der VorSicht GmbH, Atelier für erlebnishafte Kommunikation.
  • Dietmar Heeg, Beauftragter der Katholischen Bischofskonferenz für die RTL-Gruppe und die ProSiebenSat.1-Media AG.
  • Steffi Schübeler, Inhaberin des Fotostudios „Farbrausch“ in Darmstadt, arbeitete u.a. für ZDF - Wetten dass…?
  • Dr. Harald Seehausen, Frankfurter Agentur für Innovation und Forschung, Pionier der Väterforschung und Netzwerkarbeit, u.a. durch das „Aktionsforum Männer und Leben“.

die-jury

v.l.n.r.: Gerd Brünig, Michael Apitz, Steffi Schübeler, Jörg Bombach

die-jury

v.l. n.r. Gerd Brünig, Michael Apitz, Steffi Schmall, Jörg Bombach