2007 - 2014

Keiner fällt durchs Netz

Projekt zur primären Prävention

Zeitraum:  2007 - 2014

Kooperationspartner:
Institut für Psychosomatische Kooperationsforschung und Familientherapie, Universitätsklinikum Heidelberg
Landkreis Bergstraße
Landkreis Offenbach

Ziel: Zugang zu allen Familien mit Neugeborenen herstellen,
Familien mit Risikofaktoren identifizieren,
angemessene Hilfestellung vermitteln.

 

 

Nicht erst durch die erschreckenden Fälle von Kindesmisshandlung und Kindesvernachlässigung ist ein soziales Frühwarnsystem in aller Munde. Möglichst früh Gefahren aufzudecken, bevor das Kindeswohl gefährdet ist, bleibt Aufgabe des Gemeinwesens auch bei belasteten Kassen der kommunalen Haushalte. Investitionen in die sichere psycho-soziale Entwicklung der Kinder zahlen sich langfristig aus, weil spätere Interventionen kostspieliger und weniger wirksam sind. Je früher die zunächst gescheute Investition erfolgt, desto wirksamer können soziale Folgekosten gesenkt werden.

Obwohl viele Familien in Deutschland nicht in der Lage sind, ihren Kindern eine angemessen gute Kindheit zu gewährleisten, sind Konzepte zur Prävention und Intervention zur Abwendung von Risiken bei Kindern wie Vernachlässigung, Missbrauch und Misshandlung noch nicht ausreichend vorhanden oder erprobt. An den Modellstandorten Kreis Bergstraße und Kreis Offenbach setzt das Projekt "Keiner fällt durchs Netz" auf ein Netzwerk für Eltern, in dem Hebammen, die eigens zur Familienhebamme ausgebildet werden, eine Schlüsselfunktion zukommt. Das Projekt zielt auf die frühe Identifikation und den rechtzeitigen Zugang zur Risikofamilie, damit bestehende Hilfestellungen in der frühen Kindheit bei belasteten Familien ankommen, noch bevor es zu einer Gefährdung des Kindeswohls kommt.

Im Evaluationsprojekt PFIFF (Projekt Frühe Intervention Für Familien) werden die Wirkungen von "Keiner fällt durchs Netz" in einer naturalistischen Studie erforscht.