Inklusionsbarometer

Diehessenstiftung – familie hat zukunftgeht als erste Stiftung daran, Kinder mit Behinderungen zu befragen. Als erster Schritt hat im Februar ein Workshop mit Experten den Fragekatalog diskutiert. Im Herbst 2011 werden Kinder zu ihren Vorstellungen über eine gelungene Inklusion befragt. Der Befragungskreis umfasst Kinder mit Sinnesbeeinträchtigungen, praktisch bildbare Kinder (Kinder mit geistiger Behinderung) und Kinder mit Lernschwierigkeiten. Neun- bis Zehnjährige werden ihre Ideen dazu kund tun, wie z.B. gemeinsame Beschulung von behinderten und nicht behinderten Kindern stattfinden kann. Wo liegen die eigentlichen Barrieren, die abgebaut sein müssen, damit Kinder mit Behinderungen mit möglichst wenig Einschränkungen am täglichen Leben teilnehmen können?

Seit Ende März 2009 ist die Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Deutschland in Kraft getreten. Für Politik, Verwaltung und Gerichte sind die dortigen Vorgaben somit verbindliches Recht. Diese Konvention ersetzt den Begriff Integration durch Inklusion, um deutlich zu machen, dass es um weit mehr geht, als Menschen mit Behinderung in das normale Leben zu integrieren. Es geht um selbstverständliches Dabeisein, um eine aktive, möglichst uneingeschränkte Teilnahme am täglichen Leben.

Die hessenstiftung – familie hat zukunft und PROKIDS führen ihre seit Jahren gelungene Zusammenarbeit mit einem weiteren innovativen Projekt fort. "Wir heben eine Studie aus der Taufe, die gleich zwei UN-Konventionen gerecht wird und es bisher in dieser Form noch nicht gibt", so Anja Beisenkamp, Leiterin des Instituts für empirische Sozialforschung der PROSOZ Herten GmbH.